6, 7… 8 ist das Schlaflied des Albums. Bis wir zu Track acht kamen, hatten wir six-seven schon tausend Mal über sieben Songs hinweg geschrien. Wir wollten es nicht noch einmal schreien. Wir wollten es leise sagen. Fast wie eine Meditation.
Der ganze Song ist ein einziger Satz. „Six-seven." Wiederholt. Weich, gleichmäßig, langsam. Keine Verse, kein Refrain, keine große Enthüllung. Nur die Zahl, die einschläft. Gute Nacht, 67. Das ist der Song.
Das „8" am Ende des Titels ist der Witz und der Abschluss. Sechs, sieben… acht. Die nächste Zahl. Das, was niemand sagt, wenn er bewertet. Die Acht ist ein Hinweis darauf, dass die Nacht endet, dass man irgendwann weitergeht, dass manche Sachen gut und kurz sind und nicht ewig dauern müssen. Hat uns gefallen.
Acht ist auch die Zeit, zu der die meisten Kinder der Welt ins Bett geschickt werden. Also passt der Schlaflied-Rahmen doppelt: einmal als Album, das mit der nächsten Zahl nach 67 endet, und einmal als die tatsächliche Stunde, zu der der Song dich in den Schlaf bringen soll.
Wenn du das Album auf Shuffle stellst, fühlt sich dieser Song seltsam an. Er ist nicht dafür gebaut. Er funktioniert nur, wenn du die anderen sieben vorher gehört hast. Dann ist er der Come-down, der Abspann, der langsame Heimweg von der Party. Nach all dem Chaos und Bewerten und Skandieren und den Städten und Menschenmengen, nur die zwei Zahlen. Leise. Zusammen.
Er ist auch knapp unter eins vierzig, was das Kürzeste ist, was ein Track auf dem Album sein durfte. Wir hätten kürzer gehen können. Haben wir überlegt. Das ganze Album dreht sich um Zurückhaltung getarnt als Chaos, also fühlte sich ein letzter Track, der ganz Zurückhaltung ist, richtig an.
Sechs. Sieben. Gute Nacht. Danke fürs Durchhören.
Perfect State